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Superbowl-Event beim msce: Darts, Poker, Smashburger und American Football

Beim msce werden Steeldarts geworfen
Beim msce werden Steeldarts geworfen
Ensingen – Der Superbowl – was das ist, muss wohl niemandem erklärt werden. Selbst, wer kein ausgewiesener Fan von American-Football ist, dieser US-Sportart, die außer dem Namen so gar nichts mit dem Fußball gemein hat, der in Europa die Massen mobilisiert, hat schon vom alljährlich im Februar stattfindenden Finale der American Football League (NFL) gehört. Es ist schließlich eines der weltgrößten Einzelsportereignisse, das neben dem sportlichen Geschehen auch noch die legendären Halbzeitshows internationaler Popstars und die wohl teuersten TV-Werbespots auf dem Globus zu bieten hat. Übrigens: Das größte deutsche Einzelsportereignis ist seit Jahren der Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring, zu dem über ein Wochenende immer wieder rund eine Viertelmillion Fans pilgern.

American-Football-Helm
American-Football-Helm beim msce
Das ist dann aber auch schon der einzige Berührungspunkt von Superbowl und Motorsport und hat auch nichts damit zu tun, dass am 8. Februar 2026 im Clubheim der Ensinger msce-Motorsportler ein Superbowl-Event stattgefunden hat. »Es ist ja schon seit einigen Jahren so, dass sich zum Superbowl-Termin ein paar Leute vom msce getroffen haben, um das NFL-Finale im Clubheim gemeinsam auf der großen Leinwand live zu verfolgen«, erzählt msce-Schriftführer Stephan Raab. »Wir haben uns getroffen, gemeinsam etwas gegessen, Poker gespielt und dann die Superbowl-Übertragung angeschaut. So wollten wir das eigentlich auch weiterhin halten.« Doch dann hatte Raab die Idee, dieses zwanglose Treffen zu nutzen und zu einem Angebot für noch mehr Vereinsmitglieder auszubauen.

»Dass zur eigentlichen TV-Sendung nur noch die üblichen Verdächtigen da sein würden, war uns klar», sagt Raab, »die beginnt ja erst nachts um halb eins.« Das ist keine sonderlich familienfreundliche Uhrzeit. Also wurde ein Programm entwickelt, an dem auch weniger Superbowl-affine msce-Mitglieder ihren Spass haben konnten. Das Poker-Spiel hatte ja schon immer zum Programm der Superbowl-Nacht beim msce gehört, es wurde in Amerika aus dem französischen Poque-Spiel entwickelt – das sollte bleiben. Der Kneipensport Darts, das Zielscheiben-Schiessen mit kleinen Wurfpfeilen, stammt zwar aus England, gehörte aber schon seit längerer Zeit zu dem Lieblingsbeschäftigungen der Clubheim-Besucher und schien ganz gut zum Thema zu passen. Zumal Stephan Raab und msce-Kassierer Christian Rapp erst Anfang Januar bei einem Darts-Turnier des Kulturvereins SKV Sersheim teilgenommen und sehr viel Spass hatten. Als kulinarische Komponente machten Smashburger, die US-Version des Hamburgers mit einem flachgedrückten, knusprig gegrillten Hackfleisch-Patti, die Zutatenliste für den msce-Superbowl-Event komplett.

msce-Superbowl-Event für alle
msce-Superbowl-Event mit Programm für alle
»Seit ein paar Wochen verwenden wir Steel Darts mit Metallspitzen, das finden alle besser«, erklärt Stephan Raab. Deshalb wurde die bis dahin im Vereinsheim hängende Automaten-Dart-Zielscheibe, auf die Pfeile mit Plastikspitzen geworfen wurden, durch eine Scheibe für Steel Darts ersetzt. »Wir haben auch drei Pfeilsätze angeschafft, für Leute, die keine eigenen Pfeile besitzen. Die stehen jetzt im Clubheim allen zu Verfügung«, so Raab. Der Aufruf in der msce-What'sApp-Gruppe, sich für das Darts-Turnier oder die Poker-Runde bei Christian Rapp beziehungsweise Marco Molnar anzumelden, verhallte nicht ungehört. Und auch das Smashburger-Angebot wurde gerne angenommen.

msce-Freund Kinem grillte perfekte Smashburger
msce-Freund Kinem grillte perfekte Smashburger
Die wurden gegen 18 Uhr serviert, und da lief Kinem am Grill zur Hochform auf. Kinem ist ein Freund des msce, der schon an Grillmeisterschaften teilgenommen hat und bereit war, das Kommando an der heißen Platte zu übernehmen. »Die Smashburger waren wirklich super«, urteilte msce-Vorstand Udo Tschugg stellvertretend für die rund 25 Gäste im Clubheim. Nach dem gemeinsamen Essen war es dann Zeit für die Poker-Partie.

Das Darts-Turnier hatte mit neun Teilnehmern bereits um 16:30 Uhr begonnen, und es dauerte bis 22:30 Uhr, schlussendlich Christian Rapp als Sieger zu küren. Den angesagten Höhepunkt der Nacht, die Superbowl-Übertragung, wollte dann noch ein kleiner Kreis von acht Leuten sehen – doch auch nur bis zum Halbzeitpfiff gegen 2:30 Uhr. »Wir waren alle ziemlich müde«, gab Stephan Raab zu, der sich aber die Halbzeit-Show und einen Teil der zweiten Halbzeit trotzdem noch am heimischen TV-Gerät zu Gemüte führte. Für ihn steht jedenfalls fest: »Das machen wir nächstes Jahr wieder.« Neue Ideen hat er auch schon: »Falls sich viele Dartspieler finden, öffnen wir das Clubheim dafür vielleicht künftig auch freitags oder samstags.« Es könnte sogar eine vereinsinterne Dart-Meisterschaft geben...

msce-Spende für Spielgerät: Mit der »Arche« auf zu neuen Erlebnissen

»Arche«-Einweihung
Viele Gäste bei der Einweihung der »Arche« beim Ensinger Kindergarten
Ensingen – Mit einem kleinen Festakt wurde am Donnerstag vor dem dritten Advent auf dem Kindergartengelände in der Dennefstraße das neue Spielgerät eingeweiht, zu dessen Realisierung auch der Motorspotclub Ensingen (msce) beigetragen hatte. Immerhin vier Kinder von msce-Mitgliedern werden künftig in den Genuss des neuen Spielgeräts namens »Arche« kommen. Das war dem Motorsportclub eine Spende in Höhe von 500 Euro wert. Außerdem engagierten sich die msce-ler Mandy und Gernot Schober durch persönlichen Einsatz bei der Planung und Umsetzung des »Arche«-Projekts.
Und Arbeit gab es beim Aufbau der »Arche« wahrlich genug. »Wir haben einen langen und steinigen Weg hinter uns«, so begann Kindergarten-Leiterin Stefanie Ulrich ihre Dankesrede mit einem Rückblick.
Weil die »Arche« an der Stelle aufgebaut werden sollte, wo seither ein Sandkasten zu finden war, musste zunächst jede Menge Sand entfernt werden, und dabei machten auch die Kindergartenkinder kräftig mit. Sie machten darunter eine unangenehme Entdeckung – Beton, Steine und Schutt. Glücklicherweise fanden sich viele Helfer aus dem Dorf und der Umgebung ein, teilweise mit schwerem Gerät. Mit Hilfe von drei Baggern, zwei LKW und etlichen landwirtschaftlichen Fahrzeugen gelang es, an einem Samstagvormittag satte 34 Tonnen Aushub in den Steinbruch Roßwag zu verfrachten.
»Arche«-Einweihung
Die neue »Arche« beim Ensinger Kindergarten
Einen weiteren Samstag dauerte es, bis 22 Fundamentlöcher gebohrt waren, danach konnten die Kinder beobachten, wie die Firma Starkholz zunächst viele Baumstämme anlieferte und mit dem Aufbau der »Arche« begann. Drei Wochen nahmen die Hochbauarbeiten in Anspruch, dann musste das Gelände rund um das Spielgerät nur noch mit 93 Tonnen Sand aufgefüllt werden – fertig.
»Ohne die vielen Helfer und Spender wäre das nicht möglich gewesen«, hob Stefanie Ulrich hervor und bedankte sich im Namen ihrer Kollegen und der Kindergartenkinder bei jedem einzelnen mit einem kleinen Geschenk. Sabine Laible, 1. Vorsitzende des Ensinger Kirchengemeinderats, blieb nur noch die Bitte an Stefanie Ulrich und Otmar Haas, stellvertretend für die Helfer, das rote Band zu durchschneiden und so die »Arche« für den Spielbetrieb freizugeben.
»Arche«-Einweihung
»Arche« stimmungsvoll illuminiert
Ortsvorsteher Gerd Fink war voll des Lobes über die gelungene Gemeinschaftsaktion und bezeichnete die »Arche« als »schwäbische Version eines Luxusdampfers«. Und tatsächlich: in der abendlichen Dunkelheit erinnerte die Holzkonstruktion festlich illuminiert an ein Kreuzfahrtschiff kurz vor dem Auslaufen zur nächsten großen Fahrt. Etwas Meeresrausch hätte gut zu der Stimmung gepasst.